Erkunde Kreta auf Deine Art!!
von Unni Hermundstad

in German

Georgioupolis  Kreta

Ein wirklich zugänglicher Platz in Griechenland

Ein kleiner Führer

Georgioupolis - Kreta - Griechenland

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Mein Mann und ich reisten im August 2000 nach Griechenland, ich in einem manuellen Rollstuhl. Normalerweise ist Griechenland kein passender Ort für diese Art von Tourismus, aber nach langem Suchen in vielen Reisekatalogen, nach unzähligen Telefongesprächen und nach dreifach überprüften Informationen nahm ich den Weg und die Chance ohnehin. Einfach, weil ich Griechenland liebe.

Ich fühlte mich ziemlich sicher, dass alles klappen würde. Ich sprach direkt beim Star-Tour-Personal in der kleinen Stadt vor und ich war auch in Verbindung mit Thorsten Loelf, der diese Website über das Gebiet macht. Alle waren sehr hilfreich mit Informationen über die Zugänglichkeit der Örtlichkeiten.

° ° °

the beach
 
Der Flughafen (Chania) macht das Ein- und Auschecken angenehm und es gibt spezielle Lifte für jene, die sie brauchen. Aber eine Busfahrt nach Georgioupolis ist kompliziert; am einfachsten ist es, ein Taxi zu nehmen (ca. 200 NOK).

Wir hatten ein Doppelzimmer im Hotel Fereniki gebucht; aber als wir ankamen hatte einer der Star-Tour-Leute schon sichergestellt, daß wir an Stelle dessen ein Apartment bekamen, da die Zimmer nicht so passend waren. Es war wunderbar, daß alles schon im Voraus arrangiert worden war, so, daß wir das nicht organisieren mußten, als wir müde und verschwitzt ankamen.
D
ie Rampe zur Rezeption (siehe Foto) ist so steil, daß es unmöglich für mich war alleine hochzukommen. Nächstes Mal werden wir bestimmt ein Apartment bei "Foudoulis" buchen (angeschlossene Rezeption, auch Eigentümer des Hotels Fereniki; daher war es auch so einfach von Zimmer zu Apartment zu wechseln).



view of the entrance

Die Anlage verfügt über einen leicht zugänglichen Swimmingpool (und einen für Kinder) und ist in der Nähe von all dem, was Sie während des Urlaubes brauchen könnten; einschließlich dem "Millenium-Supermarkt" mit dem nettesten Personal, das ich je getroffen habe.
W
ir waren in Zimmer 579 untergebracht, und ich hatte den Eindruck, daß es noch mehr Apartments dieser Art gibt:

Gute Breiten an den meisten Stellen:

Eingangstür: 82 cm

Innere Eingangstür: 88 cm (wo der Eingang zum Badezimmer ist)

Badezimmertür: 68 cm (Toilette/Badewanne: keine Griffe und zu eng für einen elektrischen Rollstuhl.)

Falls sie einen erhöhten Toilettensitz oder einen Badewannensitz benötigen, müssen sie diese selbst mitbringen.

Balkontüren: 105 cm
Küchenbreite: 116 cm.  

Georgioupolis

Generell kommt man in der kleinen Stadt mit einem Rollstuhl gut zurecht, keine steilen Abhänge und Rampen an verschiedenen Stellen (recht steil, aber mit guten Armen und Entschlossenheit oder etwas Hilfe geht es).

Die Stadt ist so klein, daß Sie auch in das Zimmer gehen können, wenn Sie eine Toilette benötigen. Aber ich bin mir sicher, daß es möglich ist, eine oder zwei Toiletten irgendwo anders zu finden. Ich habe das nicht überprüft; ich hatte Angst.

Hier einige Einrichtungen, die wir besuchten, mehr oder weniger zugänglich:

Restaurants

Zorba: Rampe zum Restaurant (Toilette nicht zugänglich), sehr netter Platz mit gutem Essen, liegt an einer Straße unterhalb des Dorfplatzes.

Summertime: am Strand gelegen, kleine Stufen, Meerblick

Georgia`s Home Cooking: vom Dorfplatz Richtung Strand gelegen; ich glaube es gibt eine Stufe oder eine kleine, steile Schräge zu den Tischen.

Paradise: hinter dem Dorfplatz, mit einer kleinen Rampe zum Eingang.

Aposperida: liegt an der Hauptstraße des Ortes; eine kleine Stufe hoch, das schaffen die meisten von uns selbst.

Rodaria: ebenfalls an der Hauptstraße, gegenüber der Bank.

Arolithos: unterhalb von Zorba, eine Stufe hoch, auch eine Stufe zur Toilette, die evtl. benutzbar ist, wenn jemand an der Tür steht; unser zweiter Lieblingsplatz mit gutem Essen.


Hinunter zum Strand gibt es nur leichtes Gefälle, und es war einfach für mich an einen Liegestuhl am Wasser zu gelangen (natürlich mag der Sand ein wenig schwierig sein). Ich empfehle dort unten spätabends oder nachts eine Flasche Wein zu teilen.


Sehenswürdigkeiten:

Mit dem Mietwagen: Außerhalb der kleinen Stadt gibt es recht viele Hügel und Orte mit zahlreichen Stufen und Treppen. Aber auf alle Fälle kann man mit einem Mietwagen eine Menge sehen. Wir fuhren durch die Stadt Vamos, einem steilen Ort, und schauten nach dem Kloster Karidi. Es war recht einfach in den Hinterhof des Klosters zu gelangen, aber fast unmöglich (für mich ohnehin) etwas anderes zu sehen als die Kirche ... ein sehr stiller Ort ... .

Unser nächster Halt war in Kalives, der Ort liegt ebenfalls an der Küste. Dort versuchten wir einen Künstler zu erreichen, in der Hoffnung seine Kunst mit nach Norwegen nehmen zu können, aber er war an diesem Tag nicht verfügbar und wir werden es das nächste Mal wieder versuchen. (nebenbei: sein Name ist Elias Raftopoulos und er malt seit einem Unfall im Jahre 1981 mit dem Mund; es sollte möglich sein, sein Atelier auch mit dem Rollstuhl besuchen zu können). 

 


Statt dessen "schlenderten" wir nur durch die kleine Stadt, die nicht sehr hübsch war. Die Kirche sah fabelhaft aus, aber es gab eine Menge Stufen zum Eingang, natürlich.
V
on Kalives fuhren wir zu den Ruinen der antiken Stadt Aptera, welche im 7. Jahrhundert v. Chr. gegründet worden war. Sie war überhaupt nicht zugänglich, so gingen wir zur anderen Seite, schossen einige Fotos von einer türkischen Festung und der darunterliegenden Bucht.

Wir fuhren auch in die kleine Touristenstadt Kavros, ein wenig östlich von Georgioupolis gelegen, nur um etwas Keramik zu kaufen.

Zwei Tage fuhren wir mit dem "Touristenzug" (siehe Foto), wahrscheinlich benötigen die meisten von uns Hilfe, um hineinzukommen; aber es ist den Ausflug wert, wenn es klappt.
Wir nahmen an dem Ausflug nach Lappa, einer antiken Stadt, teil. Der Zug stoppte zunächst an einigen Felsengräbern, die ich nicht zu sehen bekam (es war steil und felsig und von der Straße aus recht weit zu laufen). Aber man überlebt es, eine halbe Stunde zu warten, wenn man muß. Der nächste Stop war in Argiroupolis, einer Stadt, in der einmal 10000 Menschen gelebt haben. Dort gibt es viel Geschichte zu sehen und es ist möglich einige Stellen der Stadt zu besuchen.
Der letzte Stop war an den Quellen von Argiroupolis, wo die Gruppe unter kühlenden Bäumen aß. Dort gibt es Treppen und noch mehr Treppen, aber mit der Hilfe einiger starker Männer bekommt auch ein kleines Mädchen im Rollstuhl etwas zu essen ... .
Der Ort war nicht sehr zugänglich für mich, aber ich denke doch, daß die Natur entlang des Weges die Mühe wert war.

Unser zweiter Ausflug mit dem Talos-Express (dem Zug) führte zum Kournassee, dem einzigen natürlichen See der Mittelmeerinseln. Der Weg hinunter zum See ist sehr sehr steil und ich ging nicht hinunter, aber es ist möglich.

Es ist auch möglich im Restaurant mit Seeblick zu essen, die Mahlzeit und die Aussicht zu genießen, ehe ie der Zug wieder zurück in die Stadt bringt. Mit dem Mietwagen ist es natürlich viel einfacher hinunter an den See zu gelangen (siehe Foto).

 




der Kournassee

 

Ich wünsche Ihnen eine gute Reise.

Alles Gute

Unni Hermundstad

 

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Wir erwarten Sie!
Wilkommen auf Kreta!



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Thorsten Loelf